Es hat geklappt. Noch ist nicht alles fertig aber wir sind am 24. Juli 2026 eingezogen. Seit 3 Wochen leben wir nun an Bord, der Anfang war sehr gewöhnungsbedürftig. Aber eins nach dem Anderen.
Der Umzug
Unsere Klamotten aus dem Airbnb Häuschen umzuziehen war ja eins aber den ganzen Rest aus der Unit hierher zu bringen war eine ganz andere Nummer. Anfangs haben wir darüber nachgedacht entweder ein Umzugsunternehmen oder unseren Host mit dem Umzug zu beauftragen. Am Ende haben wir aber alles selber gemacht und das war auch gut so. Ich weiß nicht mehr wie oft wir in der Umzugswoche (ja, eine ganze Woch) hin und her gefahren sind und unsere Sachen immer gleich versucht haben zu verstauen, es müssen bestimmt 10-15 Touren gewesen sein. Wenn ich mir vorstelle, dass auf einen Schlag der ganze Kram am Steg gestanden hätte und wir am selben Tag alles hätten verräumen sollen, es wäre ein Albtraum gewesen. So konnten wir uns Gedanken machen wo was hinkommt und alles in Ruhe verstauen. Natürlich haben einige Dinge in den letzten 3 Wochen auch wieder ihren Platz gewechselt aber im Großen und Ganzen hat alles gut geklappt. Aber… wir haben zu viel Krempel.
Die erste Nacht
Kurzum, die erste Nacht war furchtbar. Die Matratzen sind so hart, uns beiden tat alles weh. An Schlaf war deshalb kaum zu denken, wir waren schon froh, wenn wir eine angenehme Liegeposition finden konnten.
Hinzu kamen natürlich all die neuen Geräusche und Bewegungen. Viel Schlaf war nicht zu bekommen. Am nächsten Morgen gleich mit Andrew gesprochen und Muster bestellt. Am Ende sind wir dann doch bei den jetzigen Matratzen geblieben und schlafen mittlerweile sehr gut. Die Gästekabinen sind gleich ausgestattet, nur zur Info…
Boatlife
Die ersten paar Tage ware natürlich ungewohnt. Mittlerweile sind wir nur noch nervös, wenn nachts der Wind mit 50+ Knoten pfeift und wir an unserem Platz im Hafen hin- und hergeworfen werden. Wir fühlen uns aber richtig wohl, eigentlich vom ersten Moment an war es wie ein richtiges Zuhause. Kochen und backen läuft auch ganz normal. Die Geräte sind ja aus Deutschland, alles von Bosch, da findet man sich schnell zurecht. Nur mit dem Strom und dem Wasser geht man anders um. Wir haben „nur“ unsere Batteriebank mit rund 15kWh, die wir im Normalbetrieb auf See nur mit Solar oder mit den Motoren laden. Genaus das testen wir gerade und es läuft. 14 Tage ohne Probleme, selbst als wir zwei Tage am Stück bewölktes Wetter oder sogar Regen hatten, kamen wir ohne Landstrom aus.
Mit dem Wasser ist es ein wenig anders. Aktuell bekommen wir leider nur jeweils 160 Liter an Stelle der geplanten 300 Liter jeweils in den Steuerbord- und Backbordtank. Das ist echt knapp, wenn man sich nicht ständig einschränken will. Aber es geht. 4 Tage unter normalen Umständen sind kein Problem. Danach müssen wir wieder füllen, im Moment noch per Schlauch vom Steg, später dann per Wassermacher, der 100 Liter pro Stunde herstellen kann.
Baufortschritt
Wir kämpfen nach wie vor mit vielen kleinen und auch grösseren Wehwehchen. Und im Moment ist auch nicht absehbar, wann das alles mal ein Ende hat. Mal schauen ob ich mich zwischendurch mal aufraffen kann hier etwas zu schreiben. Instagram und Youtube schlafen im Moment, das es einfach nichts zu berichten gibt.
Viele Grüsse


