Am Tempo hat sich auch mit der Einwasserung leider nichts geändert. Genau heute vor 5 Wochen wurde BELUA zu Wasser gelassen. Seitdem hat sich offensichtlich nicht viel getan, leider.
Segel

Hier wird gerade das Groß angeschlagen. Und wie es Murphy will, war es an dem Tag natürlich windig. Aber die Jungs ließen sich nicht beirren, vorne am Mast waren zwei damit beschäftigt, das Segel anzuschlagen während hinten am Baum zwei Leute damit beschäftigt waren, das Segel im Zaum zu halten.
Das Vorsegel kam danach. Das Code 0, unser Spinacker und auch das Stagsegel bleiben aber noch so lange beim Segelbauer, bis alles fertig ist. Macht ja auch Sinn, werden sonst eh nur dreckig oder gehen sogar kaputt.
Kuchenbude
Gestern (19. Mai) wurde der erste Versuch unternommen, die Kuchenbude auszumessen. Eigentlich warten wir schon mindestens seit dem 4. Mai darauf. Da Andrew aber wie immer mit der Montage der Kederschienen nicht in die Gänge kam, zog sich das bis gestern. Petrus meinte es aber nicht gut mit uns, es blies wie Hulle! Leider keine Chance den sogenannten Vorhang einzufädeln um darauf dann die Maße aufzunehmen.

Verschoben auf unbestimmt! Sobald das Template erstellt ist und noch hängt, sollen wir vor Ort und sagen, wo wir gerne Fenster haben möchten. Danach wird alles abgebaut, in die Manufaktur gebracht und innerhalb von 1 Woche bis 10 Tage die Kuchenbude mit Mosi-Netzen, Klarsichtfenstern und Verdunkelungen genäht.
Sonstiges

Schon vor dem Transport in die Marina vor über 5 Wochen, war unsere Salontür in Arbeit. Ende letzter und zu Beginn dieser Woche ging es endlich vorwärts. Noch nicht ganz fertig aber wenigstens geht es mal damit weiter.
Entgegen vielen anderen Schiebetüren, hängt unsere an einer Schiene und wird unten nur geführt. Erwartet hatten wir beide eine Schiebetür wie wir sie von anderen Booten kennen, mehr oder weniger in Vollglas. Was wir bekommen, werden wir posten, wenn alles fertig ist.
Die Lenkung – unser Sorgenkind
Bilder sind hier schwierig, das man nicht viel zeigen kann. Und wenn man etwas zeigt, ist es schwer zu verstehen. Aber, Es geht in erster Linie um Lenkwinkel und Spiel im ganzen System. Und wie leicht- oder schwergängig alles ist. An letzterem arbeitet Andrew gerade noch, daher kann ich noch nicht allzuviel sagen. Die Geometrie ist nach ein paar Änderungen jedenfalls ziemlich nah an perfekt. Werden wir schnell merken, wenn wir zum ersten Mal auf dem Wasser sind.
Lenk-Geometrie
Bei einem Katamaran ist es wie bei einem Auto. Fährt man mit einem Auto oder einem Katamaran einen Kreis, dann bewegt sich das innere Ruder bzw. Rad auf einem kleineren Kreis als das Äussere, somit sollte das innere Ruder mehr einschlagen als das Äußere. Diese Geometrie ist nach Rudolph Ackermann benannt, der dafür im frühen 19ten Jahrhundert für Pferdewagen ein Patent angemeldet hat.
Stimmt auf einem Katamaran diese Geometrie nicht, verliert das Boot speziell bei einer Wende (Bug durch den Wind) erheblich an Fahrt, weil das äußere Ruder durch zu viel Einschlag nicht mehr genau auf der Kreisbahn durch das Wasser fährt.
Bei unserem Boot sollte der Winkelunterschied um die 10 Grad betragen. Hört sich nicht nach viel an, geht man aber von einem maximalen Einschlag von 35 Grad am Innenruder aus, sollte das äussere Ruder gerade mal 25 Grad eingeschlagen sein. In dem Fall sind 10 Grad fast ein Drittel!
Wie geht’s weiter?
Ende dieser Woche, also am 22. Mai soll unser Boot übergeben werden. Für uns steht das außer Frage, denn erst nächsten Montag soll unser FlexiTeek im Cockpit nachgearbeitet werden.
Ansonsten stehen immer noch viele Kleinigkeiten an. Vor allen Dingen das laufende Gut, also alle Leinen zur Bedienung der Segel und unserer Schwerter. Wenn BELUA morgen oder übermorgen zum ersten Mal auf‘s offene Wasser soll, wäre es schon gut, wenn das Running Rig fertig ist.
Gleiches gilt für die Instrumente. An der Navi Station sind sie mittlerweile eingebaut. An den Steuerständen fehlt jedoch nach wie vor alles. Ohne die will der Segelbauer nicht rausfahren, was wir durchaus nachvollziehen können.
Es bleibt abenteuerlich…


