Table Mountain Tischdecke

Baublog #38 – Kein Ende in Sicht

Das Beitragsbild ist aufgenommen direkt vom Boot aus in Richtung Südwest. Von der Tischdecke auf dem Table Mountain haben wahrscheinlich schon viele von gehört. Hier echt und in Farbe… Beeindruckend.

Bauzeit: September & Oktober 2026

Wir waren ja auf „Visa-Erneuerungstrip“ nach Deutschland, schon wieder. Einige von Euch haben wir getroffen, mit anderen haben wir zumindest gesprochen. Und für alle Anderen, wir waren 10 Tage in der Heimat um wieder einmal unsere Visa zu erneuern. Nach dem Fiasko mit Larissa’s Visumsverlängerung vom Juli haben wir uns gleich dazu entschieden das Risiko nicht mehr einzugehen und diesmal vor Ablauf der 90-Tage Frist zurückzufliegen.

Aber eigentlich waren ja alle hier unten, die in die Fertigstellung von BELUA involviert sind, der Meinung, dass wir jetzt bereits unterwegs sein werden. Zum gefühlt 13ten Mal! Aber wir kennen ja unsere Pappaneheimer auch schon ein wenig, wir hatten entsprechend nicht damit gerechnet.

Wo klemmt es?

CE Zertifizierung

Elektrik auf BELUA, wirklich nach Norm für die CE?

Unser Hauptproblem ist auf jeden Fall die CE Zertifizierung! Eines der wenigen Male wo Andrew Hough wirklich ehrlich war, denn er meinte, er hätte das alles komplett unterschätzt und würde mit dem Wissen von heute nie wieder ein Boot für den Europäischen Markt, also nach CE bauen. Allerdings sind die Verzögerungen vor dem Stapellauf auf keinen Fall aufgrund von CE. Die Nummer ging erst so richtig los, seit wir im Wasser liegen.

Das Bild soll nur exemplarisch sein, aber eines unserer Sorgenkinder ist auf jeden Fall die Elektrik. Wir hoffen aber, dass wir am Ende alles so hinbekommen, dass alles nach CE gebaut ist. Muss ja, sonst bekommen wir die Plakette nicht, denke ich. Brandmelder und Steckdosen mit der entsprechenden Kennzeichnung, nur als Bespiel Aktuell werden auch gerade noch Absperrventile in die Dieselleitungen eingebaut, auch eine Vorgabe von CE, die nicht bekannt war.

    Dieseltanks

    Seit wir auf BELUA wohnen hat uns immer ein merkwürdiger Geruch aus dem Gästebad gestört. Bis ich eines Tages mal genauer geschaut habe und mit Schrecken feststellen musste, dass wir im rechten Dieseltank ein Leck in die Bilge hatten! Das war überhaupt nicht gut! Gott sei Dank war das aber ein kleineres Problem als gedacht. Zwar musste der Boden aufgeschnitten werden um das Leck zu beseitigen, nach 2 Wochen Reparatur ist aber alles erledigt und wieder dicht!

    Wir hatten Diesel in der Bilge

    Pfusch am Bau

    Das gibt es doch nicht!

    Abgesehen davon, dass man alle Schrauben hätte gleich lang machen können, eine Mutter auf der letzten Rille aufzuschrauben, ohne Unterlegscheibe und das bei einem Bauteil, das mehrere hudert Kilo Last abbekommt, geht eigentlich gar nicht. Die gegenüberliegende Seite sah übrigens gleich aus, dort aber zumindest mit Unterlegscheibe. Kein Problem es zu flicken, aber sowas muss von vornherein richtig gemacht werden.

    Motorsteuerungen

    Während unserem letzten kleinen Ausflug haben zum 3. Mal die Steuerungen für die Motoren auf der linken Seite versagt. Mit dem Ergebnis, dass wir eine weitere Schramme im Boot haben. Nichts was sich nicht flicken liesse aber ärgerlich und vermeidbar. Schlimmer noch, während wir weg waren, haben wir die Sache von einem externen Mechaniker flicken lassen, mit dem Ergebnis, dass einer der Hebel nicht mehr richtig geht, diesmal aber rechts. Nicht wirklich lustig, wenn man mitten in einem engen Hafenbecken manövriert und einem die Motoren versagen.

    Großsegel Traveler

    Main Traveler diesmal in 3:1

    Eins der leidigen Themen, die aber nicht mit CE zu tun haben, ist unser Traveler für das Großsegel. Geplant war dieser mit einer 3:1 Übersetzung um die Last auf den Leinen un Komponenten zu verringern. Andrew hat auf eigene Verantwortung einfach ein 1:1 gebaut, ohne Übersetzung. Die Begründung; mehr als fragwürdig. Unsere Winschen könnten die Belastung ja ab… Neu mit zusätzlicher Rolle am Ende des Tracks und am Schlitten

    Zuvor war die Leine direkt vom Schlitten über den einen Tulip-Block am Ende des Tracks über den Stopper auf die Winsch geführt. Nun müssen wir zwar 3-Mal soviel Leine bewegen aber dafür nur mit einem Drittel der Kraft. Was gerade beim Lösen sicherlich eine Erleichterung sein wird.

    Wie geht es weiter?

    Nächste Woche kommt BELUA aufs Trockendock, wenn bis dahin unsere Motorsteuerungen geflickt sind und auch wirklich funktionieren. Bei der Gelegenheit heben wir die Wasserlinie und das Antifouling (Schicht die unter Wasser ist und Algenbewuchs verhindert) an und lassen unsere Macke im vorderen linken Bug flicken.

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